Kopfbild: Ein junger Mann mit Kopfhörern auf einer grünen Wiese

Konvergenz der Medien

Eine junge Frau, die etwas in Ihrem Laptop anschaut

Konvergenz der Medien kennzeichnet eine Entwicklung, die gemeinhin durch das Zusammenwachsen von Fernsehen, Internet und moderner Telekommunikation umschrieben wird. Ausgangspunkt und zugleich Motor dieser Entwicklung ist die technologische Entwicklung insbesondere in der Form der Digitalisierung. Sie macht vor allem das Internet zu einem Transportmittel auch für Rundfunkinhalte und lässt so die Grenze zwischen Individualkommunikation und Massenkommunikation fließend werden.

Umgekehrt wird das Breitbandkabel, bislang wichtiges Verbreitungsmittel für Rundfunk, rückkanalfähig gemacht, der Kabelendteilnehmer individuell adressierbar und das Kabel zum Trägermedium für Massen- wie Individualkommunikation. Vergleichbares ist beim terrestrischen digitalen Fernsehen und bei modernen Kommunikationsdiensten wie zum Beispiel UMTS zu beobachten, deren Funktionalität nicht mehr nur auf einen Dienst aus dem herkömmlichen Spektrum ausgerichtet ist. Dementsprechend finden auch zunehmend multifunktionale Endgeräte Verwendung, die den – teilweise gleichzeitigen – Empfang unterschiedlicher Dienste ermöglichen.

TV, Radio und Handy
Konkret bedeutet dies zum Beispiel, dass man mit dem PC Fernsehen und Radio empfangen werden kann. Daher muss der Computer unter bestimmten Bedingungen nun auch bei der GEZ als Empfangsgerät angemeldet werden. Der Radioempfang ist auch mit dem Handy möglich, Fernsehen kann fast flächendeckend über DVB-T angeschaut werden und die Nutzer können auch mobil ins Internet gehen.

Im Zusammenhang mit der Konvergenz der Medien werden aber auch programmliche und inhaltliche Fragen diskutiert: Insbesondere die Frage, in welchem Umfang sich die öffentlich-rechtlichen Sender im Internet betätigen dürfen, hat umfangreiche Debatten ausgelöst. Hintergrund ist u.a. der Wettbewerbsvorteil für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gegenüber privaten Veranstaltern und Printmedien, der aus der Gebührenfinanziertheit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks resultiert. Im 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag haben die Ministerpräsidenten mit dem sog. 3-Stufen-Test eine Konkretisierung des Auftrags der öffentlich-rechtlichen Sender hinsichtlich ihrer Online-Aktivitäten vorgenommen.