Sponsoring

Zu sehen sind Schuhe auf einem Laptop
Auch für das Sponsoring von Sendungen gelten detaillierte Bestimmungen. Neben anderen Sonderwerbeformen erlangt auch das Sponsoring zunehmende Bedeutung in der Medienwelt und damit auch im privaten Fernsehen und Hörfunk.

Sponsoring ist ein Beitrag zur direkten oder indirekten Finanzierung einer Sendung, um den Namen, die Marke, das Erscheinungsbild der Person oder Personenvereinigung, ihre Tätigkeit oder ihre Leistungen zu fördern. Im Sinne des Medienstaatsvertrages ist Sponsoring jeder Beitrag einer Privatperson oder Firma, die nicht an der Produktion von Rundfunksendungen beteiligt sind und einen Namen, eine Marke oder ein bestimmtes Erscheinungsbild ihrer Tätigkeit öffentlichkeitswirksam platzieren wollen.

Der Hinweis auf den Sponsor darf nur den Zeitraum beanspruchen, der erforderlich ist, um den Hinweis auf die Fremdfinanzierung durch den Sponsor deutlich wahrzunehmen. Der Hinweis muss einen eindeutigen Bezug zur gesponserten Sendung herstellen und mindestens am Anfang oder am Ende der Sendung erfolgen. Parteien oder Kirchen ist das Sponsoring von Radio- oder Fernsehsendungen nicht erlaubt. Das gleiche gilt für Unternehmen der Tabak- und Zigarettenindustrie. Nachrichten dürfen ebenfalls grundsätzlich nicht gesponsert werden.

Mit Inkrafttretten des Medienstaatsvertrages (MStV) im November 2020 handelt es bei Sponsoring nicht mehr um eine eigenständige Finanzierungsform, sondern um Werbung. Die Länge der ausgestrahlten Sponsorhinweise wird daher bei der Berechnung der Werbezeit dazu addiert.