21.05.2007

Lokale Fernsehanalyse 2006/2007

Lokales Fernsehsehen in Mecklenburg-Vorpommern

Programmanalyse, Strukturen und Potenziale

Cover: Lokale Fernsehanalyse 2006/2007
Anfang 2005 hat die Landesrundfunkzentrale zum ersten Mal eine umfassende Programm- und Reichweitenanalyse der lokalen Fernsehanbieter in Mecklenburg-Vorpommern vorgelegt. Anhand der Daten von sechs beispielhaft ausgesuchten Lokal-TV-Veranstaltern mit einer technischen Mindestreichweite von 20000 angeschlossenen Wohneinheiten wurde eine umfassende Beschreibung des Programmangebots sowie dessen Akzeptanz, Nutzung und Bewertung durch die Zuschauer dargestellt. Diese erste Untersuchung von lokalen Fernsehangeboten, die in Mecklenburg-Vorpommern überhaupt erst durch das Landesrundfunkgesetz aus dem Jahr 2000 kontinuierlich möglich wurden, hatte eine nachhaltige Wirkung. So bewegte sie unter anderem den Gesetzgeber dazu, durch geeignete Korrekturen in der Gesetzgebung den Handlungsrahmen dieses noch jungen Medienwirtschaftszweigs zu erweitern, etwa durch eine regulatorisch leichtere Vergrößerung ihrer jeweiligen Sendegebiete.
Etwa zwei Jahre später hat sich die Landesrundfunk-zentrale entschieden, nahezu dieselben Lokal-TV-Anbieter mit den gleichen Methoden vom selben Institut noch einmal untersuchen zu lassen, um eine Antwort auf die Frage nach der Entwicklung dieses spezifischen Medienwirtschaftszweigs in unserem Bundesland zu erhalten. Zugleich wurden darüber hinausgehende Fragestellungen beleuchtet, so etwa nach der technischen Ausstattung der Sender, nach dem Stand ihrer Vorbereitung auf eine Entwicklung hin zur Digitalisierung, aber auch nach der Kooperation der Sender untereinander, gemeinsamer Programmformate und einer gewissen Vernetzung jenseits ihrer spezifischen lokalen Identität, die nach wie vor ihr Kennzeichen und ihre Stärke ausmacht.
Wie vor zwei Jahren, so kann auch heute festgestellt werden, dass die Entwicklung des lokalen Fernsehens in Mecklenburg-Vorpommern noch nicht abgeschlossen ist. So dürfte sicher sein, dass auch die Ergebnisse dieser Studie sowohl für die Landesrundfunkzentrale als auch für die Landespolitik geeignete Hinweise enthalten, den Handlungsrahmen dieses Wirtschaftszweigs weiter zu optimieren. Insofern wird bereits jetzt erkennbar, dass ein vermutlich zweijähriger Rhythmus für die Erhebung der Daten auch künftig wichtig und notwendig sein wird, um die spannende Entwicklung dieses spezifischen Programmangebots in der Medienlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns weiter zu beobachten und in seiner Entwicklung zu fördern.



Dr. Uwe Hornauer

Landesrundfunkzentrale Mecklenburg-Vorpommern

LRZ_Studie07_final (1.64 MB)