06.11.2014

Studie zur Mediennutzung von Menschen mit Behinderung

Ziel: Defizite offenlegen und abbauen

Welche Medieninhalte interessieren Menschen mit Behinderung? Welche Erwartungen stellen sie an die Medien, die sie nutzen? Und welche Barrieren stehen einer chancengleichen Mediennutzung entgegen? Viel zu wenig ist bekannt über die Mediennutzung von Menschen mit Behinderung. Die Medienanstalten haben daher eine „Studie zur Mediennutzung von Menschen mit Behinderungen“ öffentlich ausgeschrieben.

Menschen mit Behinderung haben laut UN-Menschenrechtskonvention Anspruch auf den ungehinderten Zugang zu Medienangeboten. Fernsehveranstalter sind gesetzlich dazu aufgerufen, im Rahmen ihrer technischen und finanziellen Möglichkeiten barrierefreie Angebote ins Programm aufzunehmen. Doch belastbare Daten, etwa zur Frage, welche Medien Menschen mit Behinderung warum nutzen, fehlen bislang. Seit Sommer 2013 erheben die Medienanstalten den Umfang der barrierefreien Angebote im privaten Fernsehen und haben damit eine erste Datengrundlage geschaffen.

Mit der neuen Studie soll jetzt die Nutzerperspektive beleuchtet werden. Neben dem allgemeinen Mediennutzungsverhalten soll auch ermittelt werden, welche TV-Programme und welche fernsehähnlichen Telemedienangebote Menschen mit Behinderung wann und warum nutzen. Defizite bei der Programmgestaltung und Barrieren bei der Mediennutzung sollen offengelegt werden, um sie dann sukzessive abzubauen. Schließlich erhoffen sich die Medienanstalten Erkenntnisse über notwendige Anforderungen an Barrierefreiheit.

Ausschreibungsunterlagen für die Studie sind ab sofort hier abrufbar.

Ausschreibungs-Unterlagen (341 KB)