Startschuss für Friedliche Revolution
Startschuss für das Projekt der Klassenstufe 10 und des Nawi-Kurses Klasse 11
„Friedliche Revolution 1989: Was war? Was ist? Was bleibt?- Nur wenn man geht, entstehen Wege“
Der Startschuss für das Projekt „Friedliche Revolution 1989“ der Klassenstufe 10 und des Nawi-Kurses Klasse 11 ist am 12. März 2009 mit der Eröffnungsveranstaltung des Jugendprogrammes Zeitensprünge und der Stiftung Demokratische Jugend im Freizeitzentrum Rostock, Kuphalstraße, erfolgt.
Gefördert wird das Projekt durch die Stiftung Demokratische Jugend und durch das Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern.
In diesem Jahr wird der 20. Jahrestag der „Friedlichen Revolution in Deutschland“ begangen. 20 Jahre nach diesem Zeitereignis sind ein ganz besonderer Anlass, sich mit der Geschichte der DDR auseinander zu setzen, mit Sichtweisen und Wertungen sowie gelebtem Leben. Sich mit der jüngsten Zeitgeschichte zu befassen schließt ein, dass sich Generationen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Prägungen begegnen, sich kritisch befragen, sich erinnern. Sich erinnern bedeutet, Gedanken und Gefühle – vielleicht gänzlich Verschüttetes - freizulegen, sich dabei auf den möglicherweise auch schmerzhaften Prozess des Zu-sich-selbst-stehens und des Zu-sich-selber-kommens einzulassen.
Auseinandersetzung miteinander setzt in gewisserweise ein Maß an gegenseitigem Respekt und Toleranz voraus und das Verständnis dafür, dass Geschichte auch subjektiv erlebt wurde und wird.
Gerade die junge Generation soll mit diesem Projekt die Möglichkeit erhalten, sich mit der Geschichte der DDR und ihrem politischen Niedergang sowie der Bürgerbewegung, dem politischen Umbruch differenziert auseinander zu setzen, insbesondere auf regionaler Ebene: der Hansestadt Rostock.
Die Schüler der Klassenstufe 10 arbeiten im Juli 2009 fast 10 Tage an dieser umfassenden Thematik in unterschiedlichen Projektgruppen wie zum Beispiel im Bereich Geschichte, Kunst, Musik und Darstellendem Spiel.
Die Projektgruppe Dokumentarfilm, welche bereits aus Zeitgründen ihre Arbeit im Januar aufnehmen musste, kooperiert eng mit der Behörde für Stasiunterlagen Außenstelle der Rostock (BSTU), rok-tv und dem Lichtspieltheater Wundervoll e.V.. Dazu werden Zeitzeugen von der Schülergruppe interviewt und gefilmt.
Mit ganz einem besonderen Schwerpunkt befasst sich der Nawi-Kurs Klasse 11 seit Februar 2009. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten wissenschaftlich die Aktenlage eines misslungenen Fluchtversuchs mit einem selbst gebauten U-Boot auf und ermitteln die technischen Daten, warum das U-Boot „gestrandet“ ist. Das U-Boot selbst soll als Modell mit dem Fachbereich Kunst nachgebaut und zu einem späteren Zeitpunkt in die ständige Ausstellung der Gedenkstätte der ehemaligen Untersuchungshaft der Staatssicherheit der DDR Rostock aufgenommen werden.
Im Oktober 2009 stellen alle Projektgruppen ihre Ergebnisse in der Festveranstaltung der Schule vor. Als Auftaktveranstaltung dazu ist der Zeitzeuge Herr Arvid Schnauer, Bürgerrechtler und Pfarrer in der DDR, am 13. Oktober 2009 in die Aula des Musikgymnasiums Käthe- Kollwitz eingeladen.
Das Team Klasse 10 sowie Herr Viebranz ( Nawi-Kurs Klasse 11) begleiten die Projekte inhaltlich und organisatorisch.
K. Meyerfeldt (Musikgymnasium "Käthe Kollwitz")
Quelle: KKG-rostock.de