Medieninformation • 27.04.2005 • Neubrandenburg
"Kinder, wie die Zeit vergeht…"
Ehemaliges Kaufhaus "Magnet" plant großes Treffen nach 15 Jahren – Aufruf über NB-Radiotreff 88,0 gestartet (aus: Anzeigenkurier)
Neubrandenburg (AK/Bauszus). „Kinder, wie die Zeit
vergeht“, staunten die früheren Mitarbeiter aus dem Modenschaukollektiv des
einstigen Kaufhauses „Magnet“ bei ihrem jüngsten Treff in gemütlicher Runde. 15
Jahre liegen zwischen „damals“, als sie gemeinsam die neueste DDR-Mode
präsentierten, und heute. „Wir waren gefragt“, erinnert sich Waltraud Neumann,
die in jenen Jahren zwischen 1979 und 1985 die Moderation bei den
Veranstaltungen übernommen hatte. Ob bei Erntefesten, Betriebs- oder
Frauentagsfeiern, ob auf dem Lande oder in der Stadt, bei der FDJ oder im
Pionierhaus – immer öfter hieß es: „Könnt ihr mal kommen?“ Klar konnten sie.
„Hat ja auch Spaß gemacht“, meint Waltraud Neumann, die die Eröffnung des
Kaufhauses 1977 miterlebte. Erstmal sei sie „Mädchen für alles“ gewesen, meint
die gelernte Verkäuferin schmunzelnd. Später, nach dem Fachschulstudium,
arbeitete sie als Verkaufsleiterin und dann als Ökonomin. „Aber eigentlich war
es so, dass man dort eingesprungen ist, wo jemand gebraucht wurde“, sagt die
Neubrandenburgerin.
„Die Idee zu diesen Modenschauen entstand sozusagen aus der Not heraus“, erklärt sie. „Wir hatten Umsatzschwierigkeiten. Um die Vorgaben zu erreichen und die einzelnen Bereiche bekannt zu machen, erfand man die Modenschauen im Haus. Später wurden wir immer häufiger auch von außerhalb angefordert.“ Waltraud Neumann denkt gern an ihre Arbeit zurück. Auch wenn es im Verkauf oft Engpässe gab. „Bettwäsche und Handtücher waren Mangelware. Wenn die angeliefert wurde, standen die Kunden schon eine Stunde vor Geschäftsöffnung an der Eingangstür und warteten.“ Noch verrückter sei es gewesen, als eines Tages eine Lieferung echter Lewis-Jeans eintraf. „Stonewashed. 185 oder 190 Mark das Stück. Da wurden die Kunden dann nur noch einzeln rein gelassen. Jeder bekam nur eine Hose. Das waren Zeiten“, winkt sie ab.
Nach der Wende blieben die Kolleginnen und Kollegen ihres Bereiches zwar alle in Neubrandenburg, doch jeder ging eigene berufliche Wege. Wobei einige dem Einzelhandel treu geblieben sind, weiß Waltraud Neumann. Seit geraumer Zeit treffen sie sich wieder regelmäßig, um über die alten und neuen Zeiten zu plauschen. Beim letzten Sommerfest im Garten von Waltraud Neumann entstand dann die Idee, ein Treffen mit allen Mitarbeitern des ehemaligen Kaufhauses „Magnet“ zu organisieren. „110 Adressen haben wir schon“, sagt Waltraud Neumann. Um so viel wie möglich „Ehemalige“ zu erreichen, holten sich die Organisatoren mit dem NB-Radiotreff 88,0 Verstärkung ins Boot. Von hier aus soll der Aufruf zum großen Treffen am 24. September im Neubrandenburger BAZ gestartet werden.
In Vorbereitung auf die Sendung wurden auch Bilder von damals herumgereicht. Radioreporterin Silke Reh staunte nicht schlecht, dass auch zwei Herren in der Mannequingruppe mitwirkten. „Haben die auch gemodelt?“ fragt sie vorsichtig. „Na, klar“, meinte Waltraud Neumann lachend. „Das waren unsere Zugpferde.“ Übrigens: Nach 15 Jahren Pause traten die einstigen Mannequins noch einmal auf die große Bühne. Ein Hotel in Usedom hatte die Stars von damals kurzerhand engagiert. „Wir hatten keine große Chance uns zu wehren“, winkt Waltraud Neumann ab. „Alles war schon in Papier und Tüten. Sogar die Zeitung war da und berichtete.“ Klar seien alle total aufgeregt gewesen. Aber alles ging gut. Ein weiteres Mal allerdings wollen sie sich nicht überreden lassen. „Das soll nun wirklich unser letzter Auftritt gewesen sein“, ist sich Waltraud Neumann sicher. „Eine einmalige Sache.“ Selbst beim großen Mitarbeiter-Treffen am 24. September soll es definitiv kein Remake geben.
Quelle: Anzeigenkurier vom 27.04.2005
„Die Idee zu diesen Modenschauen entstand sozusagen aus der Not heraus“, erklärt sie. „Wir hatten Umsatzschwierigkeiten. Um die Vorgaben zu erreichen und die einzelnen Bereiche bekannt zu machen, erfand man die Modenschauen im Haus. Später wurden wir immer häufiger auch von außerhalb angefordert.“ Waltraud Neumann denkt gern an ihre Arbeit zurück. Auch wenn es im Verkauf oft Engpässe gab. „Bettwäsche und Handtücher waren Mangelware. Wenn die angeliefert wurde, standen die Kunden schon eine Stunde vor Geschäftsöffnung an der Eingangstür und warteten.“ Noch verrückter sei es gewesen, als eines Tages eine Lieferung echter Lewis-Jeans eintraf. „Stonewashed. 185 oder 190 Mark das Stück. Da wurden die Kunden dann nur noch einzeln rein gelassen. Jeder bekam nur eine Hose. Das waren Zeiten“, winkt sie ab.
Nach der Wende blieben die Kolleginnen und Kollegen ihres Bereiches zwar alle in Neubrandenburg, doch jeder ging eigene berufliche Wege. Wobei einige dem Einzelhandel treu geblieben sind, weiß Waltraud Neumann. Seit geraumer Zeit treffen sie sich wieder regelmäßig, um über die alten und neuen Zeiten zu plauschen. Beim letzten Sommerfest im Garten von Waltraud Neumann entstand dann die Idee, ein Treffen mit allen Mitarbeitern des ehemaligen Kaufhauses „Magnet“ zu organisieren. „110 Adressen haben wir schon“, sagt Waltraud Neumann. Um so viel wie möglich „Ehemalige“ zu erreichen, holten sich die Organisatoren mit dem NB-Radiotreff 88,0 Verstärkung ins Boot. Von hier aus soll der Aufruf zum großen Treffen am 24. September im Neubrandenburger BAZ gestartet werden.
In Vorbereitung auf die Sendung wurden auch Bilder von damals herumgereicht. Radioreporterin Silke Reh staunte nicht schlecht, dass auch zwei Herren in der Mannequingruppe mitwirkten. „Haben die auch gemodelt?“ fragt sie vorsichtig. „Na, klar“, meinte Waltraud Neumann lachend. „Das waren unsere Zugpferde.“ Übrigens: Nach 15 Jahren Pause traten die einstigen Mannequins noch einmal auf die große Bühne. Ein Hotel in Usedom hatte die Stars von damals kurzerhand engagiert. „Wir hatten keine große Chance uns zu wehren“, winkt Waltraud Neumann ab. „Alles war schon in Papier und Tüten. Sogar die Zeitung war da und berichtete.“ Klar seien alle total aufgeregt gewesen. Aber alles ging gut. Ein weiteres Mal allerdings wollen sie sich nicht überreden lassen. „Das soll nun wirklich unser letzter Auftritt gewesen sein“, ist sich Waltraud Neumann sicher. „Eine einmalige Sache.“ Selbst beim großen Mitarbeiter-Treffen am 24. September soll es definitiv kein Remake geben.
Quelle: Anzeigenkurier vom 27.04.2005