Landtagspräsidentin Birgit Hesse besucht die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern
Austausch über Medienregulierung und Medienbildung in MV
Die Präsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, Birgit Hesse, hat sich heute bei einem Besuch in der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin über die Arbeit der Medienanstalt informiert. Gesprächspartner waren die Vorsitzende des Medienausschusses Mecklenburg-Vorpommern, Sandra Nachtweih, der Direktor der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern, Bert Lingnau, sowie drei Angestellte der Medienanstalt.
Im Mittelpunkt standen die Themen „Medienregulierung“ und „Medienbildung“ in Mecklenburg-Vorpommern. Die Veränderungen in der digitalen Gesellschaft und die damit einhergehenden Herausforderungen für die Demokratie stellen hohe Anforderungen an Regulierung, Aufsicht, Jugendmedienschutz und Medienbildung. Auch die Situation der Medienlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern – im Lokalen und Regionalen – wurde beleuchtet.
Birgit Hesse begrüßte den Informations- und Gedankenaustausch: „Die staatsferne Landesmedienanstalt ist ein wichtiger Akteur bezogen auf private und nichtkommerzielle Radio- und Fernsehangebote. Von Relevanz ist sie ebenso in der digitalen Medienwelt und steht für den Erhalt der Medienvielfalt, den Schutz der Meinungsfreiheit und für mehr Medienkompetenz in Mecklenburg-Vorpommern.“
Sandra Nachtweih betonte, Medienbildung habe eine existenzielle Bedeutung für das Bestehen unserer liberalen Demokratie: „Hass, Hetze und Desinformationen im Netz beschädigen das Vertrauen in staatliche Institutionen und in die Politik, in unsere Wirtschaft, Kultur, Bildung und in die Leistungsfähigkeit unseres Landes. Denn Menschen werden täglich getäuscht und manipuliert. Die Medienaufsicht soll dies verhindern, und die Medienbildung soll darüber aufklären. Neben einer Stärkung der Medienaufsicht muss daher massiv in Medienbildung in Mecklenburg-Vorpommern investiert werden.“
Bert Lingnau wies in diesem Zusammenhang auf die wichtige Rolle der Mediatope der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern für die Medienbildung in unserem Bundesland hin. Zudem seien ein freier, gut finanzierter privater Rundfunk und seriöse Telemedien für Mecklenburg-Vorpommern wichtig: „Vertrauenswürdige Berichterstattung entsteht durch journalistische Qualität, Unabhängigkeit und Transparenz. Die Medienaufsicht trägt dazu bei, indem sie Rahmenbedingungen und Standards setzt. Sie gibt keine journalistischen Inhalte vor.“
Die Gesprächspartner waren sich einig, dass der regelmäßige Austausch zwischen der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern und der Landespolitik sehr wichtig sei. So könnten frühzeitig neue Entwicklungen und Herausforderungen in der Medienwelt verdeutlicht werden. Nur gemeinsam seien die Voraussetzungen für eine vielfältige, unabhängige und zukunftsorientierte Medienlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern zu schaffen.
