Medieninformation • 06/2026 vom 03.02.2026

Medienkompetenz-Preis Mecklenburg-Vorpommern 2026: Ausschreibung abgeschlossen

Landesweit haben sich 34 Projekte beworben. Die Jury tagt am 23. und 24. Februar 2026.

Der Einsendeschluss für den von der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern, dem Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern, dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern sowie dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern ausgelobten Medienkompetenz-Preis Mecklenburg-Vorpommern 2026 ist verstrichen. In den vergangenen Monaten haben Bildungseinrichtungen, Vereine, Jugend- und Seniorengruppen sowie Einzelpersonen aus allen Teilen von Mecklenburg-Vorpommern ihre medienpädagogischen Projekte aus den Jahren 2024 -2026 eingereicht. Insgesamt liegen nun 34 Bewerbungen vor, die ein breites Spektrum an Themen, Zielgruppen und Formaten abdecken. 19 der eingereichten medienpädagogischen Projekte passen in die Kategorie Freizeit und Teilhabe und zeigen, wie Medienkompetenz in Jugendzentren, Kindergärten, Senioreneinrichtungen, Bibliotheken und kommunalen Initiativen verankert wird. 15 Projekte können in der Kategorie Schule und Bildung bewertet werden und demonstrieren, wie medienpädagogische Arbeit in den schulischen Alltag integriert wird. Im Jahr 2026 wird der Preis zum insgesamt 21. Mal vergeben. 

Von der Kita bis zur Seniorengruppe 

Die eingereichten Projekte decken nahezu sämtliche Alters- und Interessensgruppen ab: 
In Kindertagesstätten und Grundschulen wurden Projekte wie das Audioprojekt Windmühlen Montis On Air (Kinder- und Bürgerhaus Windmühle Neubrandenburg) oder das KI-gestützte Buchprojekt der St. Georg-Grundschule Rostock umgesetzt. An weiterführenden Schulen stehen medienübergreifende Konzepte wie die Erinnerungsprojekte der Europaschule Rövershagen („Keine Träne mehr“, „Zachor Eva“) oder das Escape-Room-Projekt der CJD-Produktionsschule (Torgelow) im Fokus. 

Außerhalb des schulischen Kontextes fördern beispielsweise Jugendzentren, Medienwerkstätten, Bibliotheken und Vereine die Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit Medien: Das Projekt „SilverSurfer“ für Seniorinnen und Senioren (Rostock), die Mobile-Maker-Box für Kinder und Jugendliche im ländlichen Raum (Vorpommern-Rügen), das Jugendmediencamp 2025 in Kratzeburg oder das JuKi-Filmfestival in Boizenburg zeigen, dass sowohl junge Menschen als auch ältere Bürgerinnen und Bürger aktiv einbezogen werden. 

Konzepte, die Menschen mit Handicap berücksichtigen, wurden ebenfalls entwickelt, etwa „Medienbildung für ALLE“ (Instagram-Format für kognitiv beeinträchtigte Menschen in Neubrandenburg | Neustrelitz) oder die Selbsthilfegruppe „Mad Artists“ aus Rostock, die kreative Medienarbeit als therapeutisches Angebot nutzt. 

Von großen Städten bis zu kleinen Ortschaften 

Die Einreichungen stammen aus verschiedenen Regionen des Landes. In den großen Städten Rostock, Schwerin, Stralsund, Greifswald und Neubrandenburg ist der Großteil der medienpädagogischen Projekte durchgeführt worden. Aber auch in kleineren Gemeinden und ländlichen Kreisen ist medienpädagogisches Engagement sichtbar: Projekte in Lärz (ART CAMP), Nossendorf (Online Dorfplattform „NossendorferThemen.de“) oder Ventschow („Winterzauber“-Trickfilm-Projekt) zeigen, wie digitale Angebote das Leben in dünn besiedelten Regionen bereichern. 

Themen- und Inhaltsvielfalt 

Die Projektbeschreibungen zeigen ein breites Themenspektrum, das von klassischer Kompetenzvermittlung im Umgang mit Medien bis zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen reicht:

  • Digitale Grundkompetenzen (Grundkurse für Seniorinnen und Senioren; Maker-Workshops oder Coding- und 3D-Druck-Projekte)
  • Kritische Medienreflexion (Escaperoom-Projekt mit Fokus auf Quellenprüfung und Urheberrecht)
  • Geschichts- und Erinnerungskultur (Shoah-Erinnerungsprojekte, lokale Geschichts-Podcasts)
  • Kreative Medienproduktion (Kurzfilm-Workshops, Podcast-Reihen)
  • Partizipation & Demokratie (Jugendpolitisches Medienteam, interaktive Bürgerbeteiligung über Online-Plattformen
  • Inklusion & Vielfalt (kreative Selbsthilfegruppe, Projekte zu Inklusion)
  • Umwelt & Nachhaltigkeit (Legetrickfilm „Wo ist unser Wasser“ Klimabewusstsein im Kindergarten und in der Grundschule)

Kurze Beschreibungen aller 34 eingereichten Projekte finden Sie im Anhang und unter https://medienanstalt-mv.de/medienkompetenz/medienkompetenz-preis-mv/. 

Der Medienkompetenz-Preis Mecklenburg-Vorpommern prämiert seit 2006 alljährlich die innovativsten Medienkompetenz-Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Die Preisgelder in Höhe von insgesamt 6. 000 Euro werden vergeben:

  • für das eindrucksvollste Projekt des Jahres (1.500 € Preisgeld)
  • in der Kategorie Schule und Bildung (zwei Preise á 750 €)
  • in der Kategorie Freizeit und Teilhabe (zwei Preise á 750 €)
  • als Sonderpreis Nachgehakt (1.500 € Preisgeld).

Am 23. Februar und 24. Februar 2026 wird die Jury alle Einreichungen sichten, diskutieren und bewerten. Zur diesjährigen Jury gehören: René Dettmann (Referent für Medienbildung und Mediatope, Digitalisierung | Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern), Sabine Eder (Geschäftsführerin Blickwechsel e. V.), Jan Farclas (Assistent der Ministerin | Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern), Finja Fokkens (Vertreterin von LEO-Films – 1. Platz Medienkompetenz-Preis Mecklenburg-Vorpommern 2025), Dörte Gaikowski (Regionalbeauftragte für Medienbildung im Bereich Vorpommern-Rügen), Therese Handloik (wiss. Mitarbeiterin Institut für Allgemeine Pädagogik und Sozialpädagogik | Universität Rostock), Mark Sternkiker (Regisseur und Medienpädagoge), André Zabel (Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern; Sachbereich Medienkompetenz). Moderiert wird die Jury von Katharina Bluhm vom Landesfachverband Medienbildung M-V e. V.

Die feierliche öffentliche Preisverleihung findet am Donnerstag, den 23. April 2026, im Volkstheater Rostock im Rahmen des FiSH Filmfestival Rostock statt.

Kontakt für Medienanfragen 
FiSH Filmfestival Rostock | Institut für neue medien. freie bildungsgesellschaft mbH
Friedrichstraße 23 • 18057 Rostock 
Niklas Nebrich 
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
0381 20 354 31 
presse@ifnm.de  

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