1/2010 vom 14.01.2010

Landesrundfunkzentrale Mecklenburg-Vorpommern wird umbenannt. Neuer Name: Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern

Neuer Name: Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern

Die seit 1991 bestehende Landesrundfunkzentrale Mecklenburg-Vorpommern heißt ab sofort Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern (MMV). Der Landesrundfunkausschuss heißt jetzt Medienausschuss Mecklenburg-Vorpommern (MAMV). Das hat der Landtag auf seiner Sitzung am 16. Dezember 2009 beschlossen, als er das Rundfunkgesetz Mecklenburg-Vorpommern geändert hat. Die neuen Namen werden offiziell vom 14. Januar 2010 an verwendet, nachdem die Änderungen des Gesetzes im Gesetz- und Verordnungsblatt Mecklenburg-Vorpommern erschienen und somit in Kraft getreten sind.

Der neue Name Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern entspricht einer vereinheitlichten Namensgebung aller Anstalten in der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM). Die Umbenennung spiegelt aber auch eine Veränderung der Aufgaben der Medienanstalt wieder, so Direktor Dr. Uwe Hornauer: „Anfang der 1990er Jahre lag die Aufgabenstellung schwerpunktmäßig noch bei der Aufsicht über den Rundfunk, der auf den klassischen Übertragungswegen verbreitet wurde. Heute bewegen wir uns in einer digitalen Welt, höhere Datenströme ermöglichen Fernsehen über das Internet, Endgeräte sind zunehmend multimediatauglich: wir erleben eine Konvergenz der Medien.“

Konsequenterweise hat der Gesetzgeber nicht nur die Aufsicht über den Jugendmedienschutz vom klassischen Rundfunk auf das Internet erweitert und der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern übertragen, mit dem neuen Gesetz ist sie auch grundsätzlich „zuständig“ für alle so genannten Telemedien. Dr. Uwe Hornauer: „Die Medienanstalt ist aber längst nicht mehr nur Aufsicht- und Regulierungsbehörde der privaten Fernseh- und Radiosender im Land, sondern auch die Institution des Landes für Medienkompetenzförderung und Medienpädagogik. 2009 förderte die Medienanstalt zum Beispiel mit rund 260.000 Euro 26 Projekte im ganzen Land, in denen vor allem Kindern und Jugendlichen Medienkompetenz vermittelt wurde.“

Die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern bleibt eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie schafft und überwacht weiterhin im Interesse der Allgemeinheit inhaltliche und rechtliche Standards bei den privaten Rundfunkmedien und im Internet. Dies gilt insbesondere für den Jugendmedienschutz und für die Werbung, aber auch für medienkonzentrationsrechtliche Fragen.
Ihren Sitz haben der Medienausschuss Mecklenburg-Vorpommern und die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern, zu der die Offenen Kanäle (Bürgermedien) in Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Greifswald und Malchin gehören, weiterhin am Bleicherufer 1 in 19053 Schwerin.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.medienanstalt-mv.de

Für Fragen und Interviewwünsche steht Ihnen der Direktor der Medienanstalt Mecklenburg Vorpommern, Dr. Uwe Hornauer, gern zur Verfügung.
(Tel: 0385-5 58 81-12)