5/2010 vom 15.04.2010

rok-tv startet neu durch

Offener Kanal Rostock hat neuen Chef

Der Medienpädagoge Sören Köhn leitet künftig den Rostocker Offenen Kanal (rok-tv). Er ist damit Nachfolger von Bettina Pinske, die bis März diese Position inne hatte.
Köhn, Jahrgang 1972, studierte zuerst Jura und danach Erziehungswissenschaft in Rostock. Er hat bereits in der Vergangenheit für rok-tv gearbeitet. Für ihn ist der Offene Kanal nicht nur eine wichtige Plattform der freien Meinungsäußerung von Bürgerinnen und Bürgern in Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch die Chance und der Auftrag, den Menschen die Funktionsweise der Medien zu vermitteln: „Der Offene Kanal soll wieder mehr als Bürgerfernsehen wahrgenommen werden. Wir müssen neue technische Entwicklungen im digitalen Bereich aufgreifen und den Menschen der Hansestadt Rostock und der Region zeigen, wie sie auf die aktuellen medialen Veränderungen in ihrer Lebenswelt reagieren können“, so Köhn.

Mit neuen Programmstrukturen und Formaten sowie der Förderung redaktioneller Arbeit der Nutzerinnen und Nutzer möchte das Team von rok-tv dieser Herausforderung begegnen. Einer der Kernpunkte der künftigen Arbeit von rok-tv ist weiterhin die Förderung von Medienkompetenz – und zwar bei allen Generationen. Medienkompetenz wird – obwohl eine Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts – gerade im Bereich der schulischen und außerschulischen Bildung noch immer nicht stark genug beachtet.

Sören Köhn sieht eine verstärkte Vernetzung der Kompetenzen aller beteiligten Partner im medienpädagogischen Bereich als notwendig und gewinnbringend an: „Der Offene Kanal hat bisher erfolgreich mit vielen Partnern im Bereich der Medienkompetenzförderung zusammengearbeitet, zum Beispiel mit der Landesarbeitsgemeinschaft Medien. Ich möchte aber, dass sich rok-tv künftig am landesweiten Schulversuch ‚Schulische Medienbildung in MV‘ intensiver beteiligt. Wir wollen den Schulen bei der Umsetzung ihrer aktiven Medienarbeit als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung stehen.“

Der neue Leiter und sein erfahrenes Team ermuntern zudem jede Bürgerin und jeden Bürger in Mecklenburg-Vorpommern, ihre Meinungen, Beiträge oder Filme mit Unterstützung des Offenen Kanals zu entwickeln, umzusetzen und zu senden. „Der Bürgersender soll dabei nicht nur als ‚Techniktankstelle‘ genutzt werden“, so Köhn. „Gerade die schwierige Anfangsphase nach absolviertem Kamera- und Schnittkurs soll künftig durch Projektsprechstunden oder ‚Werkstätten‘, in denen sich die Nutzerinnen und Nutzer austauschen können, begleitet werden. Wir wollen so noch dichter an die Menschen ran.“