6/2010 vom 29.04.2010

Neue GmbH für insolventes Radio FDZ

Medienanstalt M-V genehmigt Übertragung der Zulassung

Das private lokale Radio Fischland-Darß-Zingst (Radio FDZ) wird künftig von einer neuen GmbH betrieben. Der Medienausschuss Mecklenburg-Vorpommern, das Entscheidungsgremium der Medienanstalt M-V, hat gestern die Übertragung der Zulassung zum Sendebetrieb von der alten Radio FDZ GmbH auf die neue ELVG i.Gr. (Europäische Lokalradio Verwaltungsgesellschaft mbH) genehmigt. Die bisherige Lizenznehmerin, die Radio FDZ GmbH, befindet sich in Insolvenz.

Damit soll gewährleistet werden, dass der Sendebetrieb so schnell wie möglich wieder aufgenommen wird, spätestens zum 1. Juni 2010. Neuer Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter ist – wie schon in der alten GmbH – Marcus Hoffmann. Er hatte im Jahr 2008 den Sender übernommen, konnte jedoch nicht alle Ursachen, die zu der problematischen wirtschaftlichen Situation des Senders geführt haben, mit der Altgesellschaft abstellen.

Die neue ELVG, die sich derzeit in Gründung befindet und ihren Sitz nicht mehr in Prerow, sondern in Kühlungsborn haben wird, kann frei von Altschulden neu beginnen. Der Direktor der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern Dr. Uwe Hornauer: „Eine Rücksprache mit dem Insolvenzverwalter hat ergeben, dass dieser eine Übertragung der Zulassung auf die neu von Herrn Hoffmann zu gründende Gesellschaft ausdrücklich befürwortet. Durch die Übertragung kann die Kontinuität des Gesamtprogramms und des Sendebetriebs gesichert werden. So kann der Sender, der in der Region Fischland-Darß-Zingst zu hören ist, noch vor Beginn der Urlaubssaison wieder durchstarten.“

Weitere Beschlüsse der Medienanstalt

Der Medienausschuss Mecklenburg-Vorpommern hat gestern außerdem die Lizenzen für die privaten regionalen TV-Sender rügencampus (Sitz: Sellin) und die neu’eins GmbH (Sitz: Neubrandenburg), die bis zum 31.12.2010 befristet waren, um jeweils fünf Jahre verlängert. Damit ist weiterhin lokales Fernsehen auf Rügen und in der Region Neubrandenburg möglich.

Außerdem wird in Rostock die UKW-Frequenz 90,2 MHz, die derzeit noch von dem als Pilotprojekt zugelassenen Lokalradio Rostock (LOHRO) genutzt wird, zum 1. Januar 2011 für nichtkommerziellen Hörfunk neu ausgeschrieben. Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2010 an die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern zu richten.