19/2013 vom 30.04.2013

Zehn Jahre Internet-ABC

Bundesweiter Wettbewerb über die Zukunft des Internets startet heute

Düsseldorf. Das Internet feiert einen besonderen Geburtstag: Vor genau 20 Jahren, am 30. April 1993, wurde das World Wide Web (WWW) zur allgemeinen Nutzung freigegeben. Diesen historischen Jahrestag und sein eigenes zehnjähriges Jubiläum nimmt der vielfach preisgekrönte Internet-ABC e.V. zum Anlass für einen großen Ideenwettbewerb. Bundesweit sind alle Kinder aufgerufen, ihre Ideen über das Internet der Zukunft einzureichen. Die Ergebnisse werden beim „Internet-ABC-Zukunftstag“ im September öffentlich vorgestellt.

Eine Welt ohne Internet? Das kann man sich heute kaum mehr vorstellen. Dabei lebten viele Erwachsenen von heute als Kinder noch in einer Welt ohne E-Mails, Suchmaschinen und Online-Spiele. Shopping-Portale, soziale Netzwerke oder gar mobile Internetnutzung waren 1993 Zukunftsmusik. Selbst 2003, als die Landesmedienanstalten in Deutschland den Internet-ABC e.V. gründeten, gehörte die Online-Welt noch nicht selbstverständlich zum Alltag – damals gab es weder Facebook (Gründung: 2004) noch YouTube (Gründung: 2005).

Die Erfindung des Internets hat unser Leben grundlegend verändert. Und jeden Tag erfindet es sich neu. 2003 war erstmals öffentlich vom Mitmachnetz „Web 2.0“ die Rede. Seitdem entwickeln sich die seinerzeit so genannten „neuen Medien“ rasant. Heute sind weit mehr als zwei Milliarden Menschen online, mehr als 30 Prozent der Weltbevölkerung (vgl. Studie des Internetdienstes pingdom, 2011). Zur Orientierung im World Wide Web bietet die gleichnamige Website des Vereins www.internet-abc.de deshalb Kindern, Eltern und Pädagogen konkrete Tipps und Hilfestellungen rund um den sicheren Einstieg ins Internet. Zum 10. Geburtstag blickt die Medienkompetenz-Initiative nun mit denen, die mit dem Internet aufwachsen („digital natives“), in die Zukunft des WWW.

Bundesweiter Ideenwettbewerb für „Digital Natives“

Wo wird unsere Reise mit dem Internet hingehen? Was wird in zehn, 20 oder 30 Jahren möglich sein? Wie sehen dann unsere Computer aus? Und werden wir vielleicht selbst mit dem Netz verbunden sein? Werden wir Organe drucken oder per Mausklick Blumen riechen können? „Kinder sind große Erfinder, und das Internet ist der Katalysator für große Erfindungen: Was passiert, wenn die Entwicklung der digitalen Medien so rasant fortschreitet wie in den zurückliegenden Jahren? Fakt ist: Die Kinder von heute erfinden das Internet der Zukunft. Und beim großen Ideenwettbewerb des Internet-ABC können sie gleich damit anfangen“, so Mechthild Appelhoff (Landesanstalt für Medien NRW), Vorsitzende des Internet-ABC e.V.

Der Kreativität der Kinder sind bei dem Ideenwettbewerb keine Grenzen gesetzt (Einsendeschluss: 31. Juli 2013). Die schönsten und interessantesten Ideen werden beim „Internet-ABC-Zukunftstag“ im September öffentlich vorgestellt. Dann diskutieren Kinder mit erwachsenen Wissenschaftlern und anderen Onlineexperten darüber, wie das World Wide Web unser Leben weiter verändern wird.

Was passierte vor 20 Jahren, am 30. April 1993?

Am Freitag, den 30. April 1993, gab die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) in der Schweiz bekannt, dass eine bis dahin weitgehend unbekannte Server-Software namens World Wide Web künftig eine öffentliche Domain sei. Der CERN-Mitarbeiter Tim Berners-Lee hatte das World Wide Web bereits vier Jahre zuvor entwickelt. Doch erst jetzt war es frei und kostenlos verfügbar für jedermann. Das „World Wide Web für alle“ bzw. das Internet, wie wir es kennen, war geboren. Es entwickelte sich nun unaufhaltsam. Das Internet selbst ist wesentlich älter. Bereits 1957 gab eine Behörde des US-Verteidigungsministeriums DARPA das Ziel aus, ein computergesteuertes Netzwerk zu entwickeln.

Was passierte vor 10 Jahren, 2003?

2003 stellte Scott Dietzen in dem Computermagazin CIO erstmals einer breiten Öffentlichkeit den Begriff „Web 2.0“ vor. Und 2003 gründete sich der gemeinnützige Verein Internet-ABC e.V. mit der ersten deutschen, werbefreien und nichtkommerziellen Seite für den sicheren Umgang mit dem Netz. Das Internet-ABC ist die gemeinsame Medienkompetenz-Initiative der 14 deutschen Landesmedienanstalten, Fördermitglieder des Vereins sind der Deutsche Kinderschutzbund, die Evangelische Kirche in Deutschland, die Initiative D21 e.V. und die Stiftung Digitale Chancen. Die Website steht seit 2005 unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. Mit der redaktionellen Projektleitung ist das Grimme-Institut in Marl beauftragt.

Die Website www.internet-abc.de richtet sich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene. Internet-Einsteiger können hier spielerisch den sicheren Umgang mit dem Internet lernen. Bundesweit werden die Internet-ABC-Inhalte im Schulunterricht eingesetzt. Seit 2011 bietet das Internet-ABC auch ausgewählte Inhalte in türkischer Sprache an.

Für seine medienpädagogische Arbeit wurde das Internet-ABC bereits mehrfach ausgezeichnet. Im zurückliegenden Jahr erhielt der Verein als erste deutsche Einrichtung den internationalen King-Hamad-bin-Isa-Al-Khalifa-Preis der UNESCO und wurde zudem mit dem Deutschen Bildungsmedienpreis digita 2012 und der Comenius-EduMedia-Medaille geehrt.

Nähere Informationen zum Ideenwettbewerb „Das Internet der Zukunft“ finden Sie unter www.internet-abc.de.

Weitere Informationen
Mechthild Appelhoff / Gabriele Becker
Geschäftsstelle Internet-ABC e.V.
c/o Landesanstalt für Medien NRW
Zollhof 2, D-40221 Düsseldorf
Tel: 0211/77007-119 / Mail: internet-abc@lfm-nrw.de
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