7/2007 vom 21.05.2007

Lokales Fernsehen in Mecklenburg-Vorpommern erfreut sich großer Beliebtheit

Am 21. Mai 2007 stellte die Landesrundfunkzentrale (Medienanstalt für Mecklenburg-Vorpommern) eine neue Studie über das lokale Fernsehen in Mecklenburg-Vorpommern vor. Darin wurden zum zweiten Mal (nach 2004) Daten über die Programmqualität sowie über die Reichweite der neunzehn lokalen Fernsehveranstalter, die in den Kabelnetzen in Mecklenburg-Vorpommern zu empfangen sind, erhoben.

Die Studie wurde erneut vom Ostseeinstitut an der Universität Rostock, Herrn Prof. Dr. Martin Benkenstein und Dipl.-Kffr. Nora Reppenhagen, erstellt. Sie stellt am Beispiel von sechs der reichweitenstärksten Lokalfernsehsender fest, dass lokales und regionales Fernsehen in Mecklenburg-Vorpommern außerordentlich populär ist. Die Bekanntheit der lokalen Fernsehsender erreicht 98 und 100 %, der weiteste Seherkreis schwankt zwischen 75 und 85 %. Das vorrangige Interesse der Zuschauer an diesen Sendern sind naturgemäß die Informationen über Stadt und regionale Umgebung. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass diese Sender als besonders heimatverbunden betrachtet werden.

Reinhard Meyer, der Chef der Staatskanzlei, bewertete die Ergebnisse der Untersuchung als positiv und als weiteren Ansporn für die Landespolitik, die Rahmenbedingungen für lokales Fernsehen in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu verbessern. Er verwies auf die Koalitionsvereinbarung der Landesregierung, die sich dieses zum Ziel gesetzt hat und kündigte weitere Unterstützung an. In diesem Zusammenhang begrüßt er die Absicht der Landesrundfunkzentrale, die lokalen Fernsehveranstalter in ihrer technischen Entwicklung insbesondere auf dem Weg in die "Digitalisierung" zu unterstützen.

Am Rande der Pressekonferenz zur Veröffentlichung der neuen Fernsehstudie unterzeichneten Dr. Uwe Hornauer, der Direktor der Landesrundfunkzentrale, und Ralf Spies,  der Sprecher vom "landesverband regional tv mecklenburg-vorpommern e.V.", eine Rahmenvereinbarung, die eine sogenannte Kopfstellenvernetzung landesweit in den kommenden Jahren für alle Sender ermöglichen soll. Damit "wird ein intensiverer Programmaustausch - einhergehend mit einer Qualitätssteigerung für lokales Fernsehen - in unserem Bundesland möglich", so Dr. Uwe Hornauer, der  Chef der Landesrundfunkzentrale. Er kündigte an, dass die LRZ für dieses Jahr 100.000,00 € für diesen Zweck zur Verfügung stellen wird.