10/2018 vom 01.03.2018

Smartphone statt Lochkarten

Politiker und Medienausschuss M-V diskutierten über Medienbildung und Lokal-TV

V.l.n.r.: Jörg Kröger (AfD), Rasho Janew (DIE LINKE) und Ralf Borschke (BMV) diskutierten mit dem Medienausschuss M-V über Medienbildung und die Situation der Lokal-TV-Sender in Mecklenburg-Vorpommern.

V.l.n.r.: Jörg Kröger (AfD), Rasho Janew (DIE LINKE) und Ralf Borschke (BMV) diskutierten mit dem Medienausschuss M-V über Medienbildung und die Situation der Lokal-TV-Sender in Mecklenburg-Vorpommern.

Quelle: Foto: Florian Steffen

In der gestrigen Sitzung des Medienausschusses Mecklenburg-Vorpommern diskutierten Jörg Kröger[1], Rasho Janew[2] und Ralf Borschke[3] mit den Mitgliedern des Medienausschusses über die Weiterentwicklung und Stärkung der Medienbildung sowie die Situation der Lokal-TV-Veranstalter in Mecklenburg-Vorpommern.

Einigkeit herrschte darüber, dass Medienkompetenz in Zeiten der Digitalisierung immer wichtiger werde – und zwar in sämtlichen Lebensbereichen. Medienkompetenz müsse vor allem durch Eltern und pädagogische Lehrkräfte vermittelt werden. Allerdings werde dieses Thema derzeit in der Lehramtsausbildung in Mecklenburg-Vorpommern zu wenig berücksichtigt. „Viele Schulen haben bereits die entsprechende Technik wie Beamer und Tablets, es wurde aber vergessen, die Lehrerinnen und Lehrer mitzunehmen“, so Rasho Janew, der in seiner Lehramtsausbildung vor einigen Jahren noch mit Lochkarten arbeitete.

Jörg Kröger stellte fest, dass „die Technik schneller ist als die Gesetzgebung“ und dass es in Mecklenburg-Vorpommern keine konkreten Pläne gebe, wie man den rasanten Fortschritt der technischen Entwicklung im Bereich der medialen Bildung einholen könne.

Ebenfalls diskutiert wurde die schwierige wirtschaftliche Situation der Lokal-TV-Veranstalter im Bundesland. „Viele Redaktionen arbeiten am Rande der Existenz“, verdeutlichte Marleen Janew, Vorsitzende des Medienausschusses M-V. Ralf Borschke betonte die Wichtigkeit dieser Sender für die Meinungsvielfalt und nannte als limitierenden Faktor deren begrenzte Reichweite und daraus resultierende geringere Werbeeinnahmen: „Sie müssen wirtschaftlich arbeiten.“

Politische Lösungsansätze zur Unterstützung der Sender gibt es derzeit nicht, hier bestehe – so der Tenor der Diskussion – aber dringender Handlungsbedarf.

Nicht vertreten waren die Landtagsfraktionen der SPD und CDU. Auch aus diesem Grund strebt man an, sich künftig regelmäßig auf parlamentarischen Abenden über mediale Themen auszutauschen.

 

[1] Vorsitzender des Bildungsausschusses des Landtages M-V und Bildungspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion der AfD

[2] Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit / stellv. Pressesprecher der Landtagsfraktion DIE LINKE

[3] Mitglied des Landtages M-V für die Fraktion Bürger für Mecklenburg-Vorpommern (BMV)

 

PM "Smartphone statt Lochkarten" (200 KB)