Medieninformation • 47/2012 vom 10.08.2012

Schüler klären Schüler über Medien auf - ein Präventionsansatz mit höchsten Erfolgsaussichten

Medienscout-Ausbildung startet mit Beginn des neuen Schuljahres in M-V

„Gleichaltrige Jugendliche sind die besten Vermittler von Wissen“, so die Koordinatoren des gemeinsamen Projektes Medienscouts MV.

Neue Medien – aktuell stehen sie mit all ihren Facetten, ihren enormen Möglichkeiten, aber zugleich auch dem erheblichen ihnen innewohnenden Gefahren- und Schadenspotenzial stärker denn je im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. In Mecklenburg-Vorpommern wird erstmals flächendeckend das Potenzial Jugendlicher selbst für die Jugendprävention genutzt bzw. nutzbar gemacht.
Ein erfolgversprechendes Projekt bahnt sich mit dem neuen Schuljahr seinen Weg durch das Land. Doch was verbirgt sich dahinter?

Die Vermittlung der Kompetenz zu einem sicheren Umgang mit den modernen digitalen Medien ist ein Schwerpunkt der Präventionsarbeit. Insbesondere müssen Kinder und Jugendliche ein Gefahrenverständnis vermittelt und damit eine Medienkompetenz verliehen bekommen, die es ihnen ermöglicht, verantwortungsbewusst mit den neuen Medien umzugehen. Die Gefahr, hier zum Opfer oder zum Straftäter zu werden, wird dadurch deutlich verringert.

Der virtuelle Raum der digitalen Medien birgt sehr reale Gefahren, über die es zielgruppengerecht und verständlich aufzuklären gilt. In diesem Bewusstsein werden in Mecklenburg-Vorpommern künftig verstärkt auch Schüler selbst ihre Mitschüler aufklären und bei der individuellen Mediennutzung unterstützen. Nur wer die Wirkungsweise der digitalen Medien versteht, kann sie zum einen auch vermitteln und sich zum anderen im Ergebnis selbstbewusst und sicher im Internet (z.B. Communities, Chats oder Foren) bewegen.

Jugendliche untereinander tauschen sich in einer besonderen Weise aus, die für die Präventionsarbeit von Vorteil ist. So werden im Rahmen dieses Projektes insbesondere die Interessensgleichheit sowie das natürlich vorhandene Vertrauensverhältnis als wichtige Aspekte präventiver Arbeit genutzt.

Eine gute Basis für die Ausbildung garantiert der Zusammenschluss der Partner aus den verschiedensten Bereichen, die ihr Wissen und ihre Erfahrung zunächst an die Schüler der Klassen 8 bis 10 weitergeben. Sicherheit, Information und Kommunikation im Netz sowie die Vermittlung rechtlichen Grundwissens stehen im Vordergrund. Darüber hinaus soll die kommunikative und soziale Kompetenz der Medienscouts gestärkt werden, um dann in den Alltagssituationen entsprechend reagieren zu können.
Nach abgeschlossener Qualifizierung zum Medienscout erhalten die Teilnehmer eine entsprechende Zertifizierung. Feste, fachlich kompetente Ansprechpartner sowie eine pädagogische Begleitung sollen den Schülern nach der Ausbildung zum Medienscout zur Verfügung stehen können.

Weitere Informationen erhalten Interessierte über die Koordinierungsstelle des landesweiten Schulprojektes „Wir in Mecklenburg-Vorpommern – fit und sicher in die Zukunft“ im Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern oder unter www.wir-in-mv.de sowie auf den Seiten der Projektpartner. Derzeit wird eine Internetseite www.medienscouts-mv.de eingerichtet, die in Zukunft als Informationsplattform des Projektes dienen soll.

Ansprechpartner:
Landeskriminalamt M-V, Koordinierungsstelle Schulprojekt, Carol Stec, Tel.: 03866-64 6123, E-Mail: carol.stec@lka-mv.de
Medienanstalt M-V, Bert Lingnau, Tel.: 0385-558 81 14, E-Mail: b.lingnau@medienanstalt-mv.de
Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit, Antje Kaiser, Tel.: 0385 5949 456, E-Mail: antje.kaiser@datenschutz-mv.de
Landesjugendring M-V, Tel. 0385-76076-0, ljr@inmv.de
Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung M-V (LAKOST), Birgit Grämke, Tel.:0385-785 1560
ComputerSpielSchule Greifswald, kontakt@computerspielschule-greifswald.de, Tel.: 03834-77 81 71 oder 03834-86 11 38
Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern e.V., Referent für Jugendinformation und Öffentlichkeitsarbeit, Andreas Beck, Tel.: 0385-76076 15, E-Mail: a.beck@inmv.de

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