Medieninformation • 29.10.2010 • Rostock

„Ach hätte ich nur den Überblick behalten!“

Beim Surfen im Netz sind die Kinder und Jugendlichen oftmals den Eltern und Erziehern um ein Vielfaches voraus. Chatten, twittern oder voipen – die jugendliche Kommunikation erreicht rasante Geschwindigkeiten. Doch bei dem digitalen Austausch von Banalitäten geben die Nutzer verschiedenster Plattformen meist mehr von sich preis, als ihnen bewusst ist.

Genau dort setzte die Multiplikatorenfortbildung am 22. November in den Räumlichkeiten von rok-tv an. Der Referent, Joachim Geburtig, ist ein erfahrener Jurist, der sich tagtäglich mit den Graubereichen der digitalen Welt und der Datenverwendung der Internetnutzer auseinandersetzen muss. Als Spezialist für Telekommunikation und Rechtsfragen des elektronischen Geschäftsverkehrs bei dem Verein Neue Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern e.V. kennt er die Nöte vieler Menschen, die in die halblegalen Fänge krimineller Internetfirmen geraten sind.

Das interessierte Publikum erfuhr Wissenswertes über Urheber- und Persönlichkeitsrechte im Netz. Der Datenschutz auch über das Internet hinaus war ebenso Thema wie die Verantwortungsbereiche der Erziehenden und deren Pflicht, sich über die Lebensbereiche ihrer Schützlinge zu informieren. Welche Formen der Abzocke gibt es im Internet und wo liegt die Aufgabe der Pädagogen? Darauf wusste die Referentin Frau Dr. Möller, Medienpädagogische Beraterin des Staatlichen Schulamtes Rostock, zu antworten. Sie klärte auf über Chancen, Risiken und Verantwortung im Internet und zeichnete so ein aktuelles Bild der zeitgemäßen Medienarbeit in der Schule als neue Herausforderung.

Die teilnehmenden Multiplikatoren folgten dieser interessanten Mischung aus Pädagogik und Verbraucherschutz aufmerksam. So viele geballte Informationen können das Rüstzeug zur qualifizierten Medienarbeit von Pädagogen sein.

In den Referaten wurde sehr deutlich, dass nur Bildung und Aufklärung der Heranwachsenden wirksame Maßnahmen gegen Missbrauch von Daten im digitalen Leben sein kann. Durch aktives Kennenlernen der Medien, deren Manipulationspotential und durch Erwerben von Medienkompetenz kann ein nachhaltiger Schutz gelingen.
 

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