Medieninformation • 01.10.2010 • Rostock

„Auch der 12. Mann spielt fair – Fans als Botschafter“

Anti-Gewalt Projekt der Rostocker Polizei zusammen mit dem FC- Hansa Rostock begeistert und sensibilisiert Rostocker Schülerinnen und Schüler

Warum gibt es Gewalt im Fußballstadion? Was macht der FC Hansa gegen Randalierer auf den Rängen? Warum sind Ausschreitungen rund um den Fußball kein Kavaliersdelikt?

Diese und viele andere Fragen diskutierten Schüler der achten Klasse aus dem Christophorus- Gymnasium gemeinsam der Rostocker Polizei und Stefan Beinlich, dem bekannten ehemaligen Spieler und aktuellen Manager des 1. FC Hansa Rostock im Fernsehstudio von rok-tv.

Wie im „richtigen Fernsehen“ wurde alles mit den Kameras im Studio aufgezeichnet, und zwar von den Schülern selbst. Das war der erste Tag eines einwöchigen Projektes mit medienpädagogischer Unterstützung von Christian Dzubiel von der Medienwerkstatt des Institutes für neue Medien Rostock.

"Das Thema 'Gewalt um Fußball' und das Selbermachen von Medieninhalten im Fernsehen und Internet trifft genau den Nerv der Heranwachsenden", berichtet Marko Gutjahr, der Lehrer der Klasse. Er ist glücklich, dass das von Dörte Lembke, der Pressesprecherin der Rostocker Polizei, ins Leben gerufene Präventionsprojekt sich so gut an die Bedürfnisse seiner Schüler anpassen lässt. Dennoch findet eine Auseinandersetzung nicht nur mit Fußball-spezifischen, sondern auch gesellschaftlichen Problemen statt.

„Morgen gehen wir Experten und Bürger der Stadt interviewen und übermorgen drehen wir Szenen zum Fußballkonflikt im Mikrokosmos Wohnzimmer“, berichten ganz aufgeregt die Mädchen und Jungs.

Wozu das alles? Die Erlebnisse und daraus gezogenen Schlüsse sollen künstlerisch kreativ aber auch sozialkritisch in einem Filmbeitrag dargestellt werden.

Dass der Beitrag richtig gut werden soll, darüber herrscht Einigkeit. Geplant ist es, Ausschnitte auf der Anzeigentafel in der DKB- Arena während eines Heimspieles laufen zu lassen sowie den Film auf rok-tv zu senden und in geeignete Internet- Foren einzustellen.

„Der DFB ist von dem Projekt begeistert“ berichtet Frau Lembke von der Rostocker Polizei. Kein Wunder, denn Jugendliche und Heranwachsende können erreicht werden, bevor es gewalttätige Anhänger rund um den Sport tun!

Zurück

Schließen