Medieninformation • 20.11.2006 • Rostock

Erste Rostocker Filmnacht war ein Erfolg

Etwa 250 Besucher fühlten sich von der unheimlichen Macht Dr. Mabuses angezogen. Die gestrige Aufführung des Stummfilmklassiker: Dr. Mabuse - Der große Spieler von Fritz Lang war nach Aussagen der Veranstalter tv.rostock, rok-tv und SPHINX ET ein voller Erfolg.

Zu dem gelungenen Abend trug die stimmungsvolle Atmosphäre in der Nikolaikirche und vor allem auch das Orgelspiel von Dirk Wüstenberg bei. Der Organist, als Lehrer an der Werkstattschule tätig, hat eigens für die Filmbegleitung eine Partitur komponiert. Durch seine Musik wurde die Dramatik des Films ganz entscheidend unterstützt. Das Publikum dankte es ihm mit viel Applaus.

Mit großer Zustimmung wurde ebenfalls der Kurzfilm „AUS der Seele“ des jungen Filmemachers Holger Löwe aufgenommen. Mit ungewöhnlichen Bildern und ganz ohne Worte erzählt der nur sieben Minuten lange Film vom Aufbegehren einer jungen Frau gegen Bevormundung und politischen Druck.

Der Vorfilm war genau wie der Hauptfilm auf einer 4x6m großen Leinwand zu sehen, die der Verein Behinderten Alternative Freizeit (baf) für die Veranstaltung gesponsert hat.
Zwei Filmvorführer vom Jugend-Alternativ-Zentrum Rostock (JAZ) sorgten für das reibungslose Abspulen des Films. Während der fast dreistündigen Vorführung gab es nur eine Pause, in der sich die Filmfreunde an einer von der Nikolaikirche betriebenen Bar stärken konnten.

„Unsere Sehgewohnheiten haben sich geändert und ich brauchte eine Weile bis ich mich in den Film hineingesehen hatte“, so Wiebke Roloff, eine Zuschauerin aus Dierkow. „Aber vor allem ab dem 3. Akt fand ich es sehr spannend und will nun auch wissen wie es weiter geht“. erklärt die junge Frau.

„Weitergehen soll es auf jeden Fall,“ sagt Gesine Haseloff, die Initiatorin der Filmnacht, im Namen der Veranstalter. „Schon für Januar, auf der 2. Rostocker Filmnacht, ist mit dem „Dr. Mabuse“ „Das Inferno“ die Aufführung des zweiten Teiles der Langschen Mabuse-Filme geplant.

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