Den Tod als Begleiter
Wann ist der richtige Zeitpunkt, um zu fragen: Sag mal Mutti, wie möchtest du eigentlich mal beigesetzt werden? Was ist dir wichtig, wenn du zum Pflegefall wirst? Wie sehr wird es einen quälen, nicht gefragt zu haben?
Dies sind Fragen, denen Karola Friedrich als Sterbebegleiterin bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit begegnet. „Dass wir sterben müssen, ist das Einzige, was mit Sicherheit schon bei unserer Geburt feststeht. Dennoch ist kaum jemand auf den Tod von geliebten Mitmenschen vorbereitet“, weiß die 61 jährige zu berichten. Der Tod als Tabu lässt Angehörige von Sterbenden oft hilflos, in eigenem Schmerz gefangen der Situation gegenüberstehen. Unfähig, den geliebten Menschen den Abschied zu bereiten, den sie ihnen wünschen würden. Hier hilft die ehrenamtlich im Schweriner Hospizverein Engagierte ganz praktisch. Sie weiß, wo sie für die Sterbenden und auch für die Angehörigen hilfreich sein kann. Die Frauenredaktion von Fernsehen in Schwerin beleuchtet diese und andere Arbeit von Frauen, die ehrenamtlich den Tod, Schmerz und das Vergessen als Begleiter wählten. Am 16. Juni wurden dazu die Interviews aufgezeichnet. Der fertige Beitrag, der auch über Selbsthilfe nach Krebs und die Begleitung von Demenzkranken im Ehrenamt berichtet, wird dann auf Fernsehen in Schwerin zu sehen sein.
