Medieninformation • 17/2026 vom 24.04.2026

Medienkompetenz-Preis MV 2026 vergeben

Die besten sechs Projekte wurden ausgezeichnet

Der von der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern, dem Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern, dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern sowie dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern ausgelobte Medienkompetenz-Preis Mecklenburg-Vorpommern 2026 ist gestern Nachmittag in Rostock vergeben worden. 

Die Veranstaltung bildete den Auftakt des 23. FiSH Filmfestivals Rostock und fand im Volkstheater Rostock statt. Vor der eigentlichen Preisverleihung fand in den Räumlichkeiten des Volkstheaters das zweite MekoForum statt. Hier hatten zahlreiche Gäste aus allen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns, die der Einladung nach Rostock gefolgt waren, die Möglichkeit, sich und verschiedene medienpädagogisch arbeitende Einrichtungen aus ganz MV kennenzulernen, sich auszutauschen, inspirieren zu lassen und zu vernetzen. 

Bei der Preisverleihung wurden – in Anwesenheit der Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport Stefanie Drese, der Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Bettina Martin sowie des Direktors der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern Bert Lingnau – Preisgelder in Höhe von insgesamt 6.000 Euro an sechs Projekte vergeben. Die prämierten Projekte waren im Vorfeld von einer fachkundigen Jury aus insgesamt 34 Bewerbungen ausgewählt worden. 

Erstmals gab es in diesem Jahr die Auszeichnung Projekt des Jahres, die mit einem Preisgeld von 1.500 Euro verbunden ist (Vergabe: Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern). Das von der Jury als besonders überzeugend bewertete Projekt und Empfänger des Preisgeldes ist in diesem Jahr das 

Kino-Boizenburg
für das medienübergreifende Projekt (Filmfestival + Filmwerkstätten|Workshops) 
JuKi – Jugend- und Kinderfilmfestival“. 

Inhalt: Das JuKi ist ein ganzjähriges medienpädagogisches Projekt: Kinder und Jugendliche kuratieren Filme, planen Events, moderieren und drehen eigene Werke. Filmwerkstätten vermitteln Technik und Dramaturgie. Das Festival schafft einen niedrigschwelligen Erlebnisort für Medienkompetenz, Teilhabe und Kreativität – im Kino, vor und hinter der Kamera. 

In der Kategorie „Freizeit und Teilhabe“ (Vergabe: Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung MV sowie das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport MV) wurde das Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro hälftig geteilt. Mit 750 Euro ausgezeichnet wurde das 

Kinder- und Bürgerhaus Windmühle
aus Neubrandenburg 
für das Audioprojekt 
Windmühlen Montis On Air 

Inhalt: Aus einem Kita-internen Podcast mit Kinderstimmen wächst seit Sommer 2025 ein Generationenprojekt: Erste Folgen mit Seniorinnen und Senioren der PflegeSonne GmbH entstehen. Kinder moderieren, fragen und hören zu. Medien werden zum Ort der Begegnung. So fördert das Projekt Sprachentwicklung, Empathie und Teilhabe. 

Eine weitere Auszeichnung, ebenfalls verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 750 Euro, ging an die kreative Selbsthilfegruppe 

Mad Artists
in Kooperation mit der Medienwerkstatt Rostock 
für das medienübergreifende Projekt 
„Mad Artists“ 

Inhalt: Mad Artists ist eine kreative Selbsthilfegruppe für Menschen mit seelischen Herausforderungen, die sich in der Medienwerkstatt Rostock mit Film, Animation, Musik, Podcast und Text ausdrücken. In einem offenen, medienpädagogisch begleiteten Prozess entstehen eigene Werke, Gemeinschaft und öffentliche Sichtbarkeit. Regelmäßige Treffen, Workshops und Präsentationen fördern Teilhabe und Resilienz. 

Die Kategorie „Schule und Bildung“ war ebenfalls mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 1.500 Euro dotiert. Preisstifter ist hier das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung MV. Dieses Preisgeld wurde von der Jury ebenfalls hälftig aufgeteilt – ausgezeichnet mit 750 Euro wurde hier das 

Redaktionsteam St.-Georg-Schule
in Rostock 
mit dem Onlineprojekt 
„Online-Schülerzeitung der Grundschule Sankt Georg“ 

Inhalt: Seit dem Schuljahr 2025 gibt es an der St.-Georg-Schule Rostock eine Schülerzeitung „Die Drachenflüsterer“. 20 Redakteurinnen und Redakteuren aus den vier 4. Klassen recherchieren, schreiben, fotografieren und veröffentlichen ihre Beiträge digital. So lernen Kinder journalistische Grundlagen, Teamarbeit und verantwortungsvollen Umgang mit Medien. 

Die zweite Auszeichnung in dieser Kategorie, ebenfalls verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 750 Euro, wurde vergeben an die 

RBB GeSoTec Neubrandenburg – Bildungsgang Heilerziehungspflege
in Neubrandenburg 
für das medienübergreifende Social-Media-Projekt 
Medienbildung für ALLE

Inhalt: Medien_montag ist unser Instagram-Projekt für Menschen mit leichter bis mittelgradiger kognitiver Beeinträchtigung. Jeden Montag teilen wir neue, verständliche Medienkompetenz-Angebote für Einrichtungen und für alle, die davon profitieren möchten – barrierearm, alltagsnah und praxisorientiert. 

Der mit 1.500 Euro dotierte Preis Nachgehakt ehrte in diesem Jahr erneut ein Projekt, das sich mit dem kritischen Umgang mit medialen Angeboten auseinandersetzte. 

Die Auszeichnung ging an den 

Medienzentrum Greifswald e. V.
für das medienübergreifende Kooperationsprojekt 
„Antisemitismusprojekt: ,Erinnern und Erleben‘. Jüdisches Leben in Greifswald“ 

Inhalt: Das medienpädagogische Schulprojekt „Erinnern und Erleben“ widmet sich dem jüdischen Leben und der jüdischen Geschichte in und um Greifswald. Jugendliche erzählen in Medienprojekten von ihrer Spurensuche und bringen die Vergangenheit in die Gegenwart. Dabei wird ein dem Verfall preisgegebener Ort („Lost Place“) zum Lern- und Erinnerungsort: Der vergessene jüdische Friedhof in Greifswald. 

Kontakt für Medienanfragen 
FiSH Filmfestival Rostock | Institut für neue medien. freie bildungsgesellschaft mbH 
Friedrichstraße 23 • 18057 Rostock 
Niklas Nebrich 
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
0381 20 354 31 
nebrich@ifnm.de

Hintergrund: 
Der Medienkompetenz-Preis MV wird seit 2006 von der Medienanstalt MV vergeben und ist herausragenden Projekten gewidmet, die nachhaltige und/oder innovative Medienarbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen durchgeführt haben. Hierbei liegt der Fokus auf dem Prozess der Medienarbeit und weniger auf der Qualität des entstandenen Produktes. Seit 2008 beteiligt sich das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung MV und seit 2020 das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport MV. Seit 2020 gibt es zudem die Kategorie „Nachgehakt“ – einen Sonderpreis für den kritischen Umgang mit Medien. Dieser Sonderpreis wird seit 2023 vom Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern | Landeszentrale für politische Bildung MV vergeben.

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Alle Gewinner, die beim Medienkompetenz-Preis MV 2026 ausgezeichnet wurden.
Bert Lingnau
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